ALLES EINE FRAGE
DER OPTIK.

VON SKULPTUR ZU SKULPTUR

Er quetscht zusammen, bläst auf, verbiegt und verdreht die Wirklichkeit gerade so viel, dass sie auf den ersten Blick noch erkennbar bleibt. Erst der zweite Blick irritiert. Auf die „triefende Ernsthaftigkeit“ verzichtet Erwin Wurm (*1954, Bruck an der Mur) gerne, wenn er auf Kleingeistigkeit und gesellschaftliche Beengung hinweist.

 

Da wird das Elternhaus in Originalgröße auf weniger als 1,5 m Breite gepresst, ein anderes landet Dach über Kopf auf dem MUMOK und Museumsbesucher verwandeln sich in „One minute sculptures“. Das hat ihn zu einem der renommiertesten internationalen Gegenwartskünstlern gemacht und Florian Weitzer zu einem großen Fan. Weniger Pathos ist einfach mehr. Egal ob in der Kunst oder auf dem (und im) Hotel.

 

 

 

 

Fotos: Colin Davidson, ELSA OKAZAKI, Paco Alcántara, Gallery Xaver Huffkens, Tang Xuan,
STUDIO WURM